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Posts mit dem Label "Christoph Vogt" werden angezeigt.

Cui bono? Cui noceat?

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage,  schon die alten Römer haben sich bei den wichtigsten politischen und strategischen Fragen auf das Wesentliche konzentriert. Sie suchten stets Antworten auf die entscheidenden Fragen: "Wer profitiert?" (Cui bono?) und "Wem schadet es?" (Cui noceat?). Mir blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie mitten in Europa ein Land durch Krieg ruiniert wird. Vor einigen Jahren habe ich selbst Odessa besucht und die Schönheit dieser Stadt am schwarzen Meer genossen. Ich möchte an dieser Stelle keine politische Bewertung vornehmen, sondern nur auf die wirtschaftlichen Folgen abzielen, die dieser fürchterliche Stellvertreterkrieg auslöst.  Auf der Gewinnerseite finden sich m.E. in dieser Reihenfolge: 1. die USA, 2. China und 3. Indien Die USA haben ihr wichtigstes Ziel, "keine Annäherung zwischen Deutschland und Russland" wieder gefestigt. Sie konnten die Inbetriebnahme von Pipeline Nord Stream 2 verhindern. Bald dürften auch die Liefer...

Marginale Neubewertung - häufiger Grund für einen Herzinfarkt

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Valneva sorgt für Furore auf dem Parkett Die Kursentwicklung des französischen Impfstoffherstellers in den letzten Monaten war wirklich nichts für Leute mit schwachen Nerven. Heute gelingt wieder eine positive Überraschung. Die Europäische Union kann bis zu 60 Mio. Dosen des möglichen neuen Impfstoffes kaufen. Die Folge: In diesen Minuten kostet die Aktie mit +24,8% oder 22,16 EUR beinahe so viel wie am 6.9.2021, als mit 22,80 EUR das bisherige Rekordhoch erzielt wurde.  Mit dem anstehenden Geschäft gelingt dem Unternehmen eine teilweise Kompensation des ausgefallenen Geschäfts mit Großbritannien. Ursprünglich wollte man dort sogar 100 Mio. Impfdosen abnehmen, stornierte den Auftrag jedoch wieder. Ich gehe davon aus, dass sich für die Aktionäre von Valneva das Wechselbad der Gefühle noch fortsetzen wird.  Valneva arbeitet im Falle von Covid 19 mit einem sog. Totimpfstoff, also inaktivierten Viren. Das ist das "traditionelle" Verfahren bei Impfungen wie z.B. bei vielen Kinderi...

Respekt für diesen Rücktritt

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Bundesbank Präsident Jens Weidmann gibt sein Amt vorzeitig Ende 2021 auf Tapfer hat er in den vergangenen Jahren seine Positionen für Stabilität und gegen überbordende Verschuldung vertreten. Dabei blieb ihm in der letzten Legislaturperiode jegliche politische Unterstützung aus Berlin verwehrt. Im Gegenteil: Die Kanzlerin wirkte maßgeblich daran mit, Frau Lagarde als EZB Präsidentin zu etablieren. Damit wurde das Gegenstück zu solider Haushaltspolitik in Frankfurt fortgeschrieben. Der anstehende Politikwechsel in Berlin wird die Situation für Herrn Weidmann weiter verschlechtern. Von Finanzkompetenz ist weit und breit unter den Postenschacherern nichts zu finden. Das Trauerspiel der Schuldenorgie wird sicherlich ungebremst fortgesetzt werden.  Die Folgen für die EU-Bürger und den EURO Sollte zukünftig die bisherige Geldpolitik der EZB auch noch Unterstützung aus Deutschland erhalten, wird der EURO weiter an Vertrauen und Wert verlieren. Die Einführung sogenannter Eurobonds würde zu...

Politische Börsen haben kurze Beine

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Der Wahlkampf für den Bundestag geht die Schlussphase Rente? Wirtschaft? Verteidigung? Ich höre immer nur "Klima". In meinen Augen bewegte sich der aktuell noch laufende Wahlkampf bisher weit über die Köpfe der Wählerschaft hinweg. Die Parteien scheinen sich darin übertreffen zu wollen, auf Kosten der Steuerzahler das Weltklima zu retten. Doch wer soll das bezahlen, wenn sich doch soeben die sog. "Baby-Boomer" aufmachen, ihre sehr gut bezahlten Jobs zu verlassen, um vorzeitig in Rente zu gehen?  Das Umlagesystem der deutschen Rentenkasse ist gescheitert. Dafür gibt es in diesem Land viel zu wenig Nachwuchs. Ungeplante Migration ist hier nicht hilfreich. Im Gegenteil: Die Belastung für die Sozialkassen nimmt noch weiter zu. Warnungen von Experten wurden in den letzten 30 Jahren konsequent seitens der Politiker ignoriert.  Die ehemaligen "Volksparteien" haben sich in der aktuellen Koalition zerrieben. Jeder hat seinen Markenkern längst verloren, um im Revier...

Die Flutkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und NRW - Totalversagen der Behörden

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Systemkritik an einem Staat, der in erster Linie sich selbst versorgt Dieser Text hat weniger mit aktuellen Finanzthemen zu tun - wohl aber mit der Entwicklung unseres Staates. Ich engagiere mich in der Freiwilligen Feuerwehr Buxtehude, Zug II, in meiner Heimatstadt, der Hansestadt Buxtehude. Was mich wirklich zutiefst verärgert, ist das Gebaren des für Katastrophenschutz zuständigen Amtes in Bonn. Ich muss mir an dieser Stelle Luft verschaffen, und hoffe, Sie als Leserin und Leser auf die Schwachstellen in diesem Staate aufmerksam zu machen.  Zur Historie:  Im Jahr 2020 wurde ein sog. "Bundesweiter Warntag" eingeführt. Immer am 2. Donnerstag im Monat September sollten bundesweit alle Sirenen und Warn-Apps sowie andere Möglichkeiten der Bevölkerungswarnung (Radio, TV, Werbedisplays) getestet werden. Der Erstversuch im September 2020 war ein totaler Flop. Es wurde festgestellt, dass nichts richtig funktionierte. Digitale Anwendungen (die Apps NINA, MoWaS oder Katwarn) waren üb...

Chinas "Heim ins Reich" Politik bedroht unsere Wirtschaft

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China bereitet sich auf seine Autarkie vor Über Jahrzehnte hat China den Westen kopiert und letztlich über kapitalistische Strukturen den sagenhaften Aufstieg bewältigt. Vom bitterarmen kommunistischen Land vollzieht sich soeben der Wandel zum Wirtschafts- und Technologieführer in der Welt. Mit rund 1,4 Mrd. Einwohnern ist der Markt etwa 3,1 mal so groß wie die EU (448 Mio. Einwohner ex Großbritannien). Damit ist dieser singuläre Markt absolut groß genug für eine autarke Wirtschaft. Börsengänge von chinesischen Unternehmen in den USA dürften bald der Vergangenheit angehören. Didi (Kopie von Uber) musste die harten Konsequenzen im chinesischen Heimatmarkt erfahren. China ist kaum noch auf Know-how und schon gar nicht mehr auf westliche Investoren angewiesen.  Wo bleibt Europa, wo bleibt Deutschland, wenn China uns hinaus wirft und wir Russland weiter verstoßen?  Den europäischen Gazetten ist es nur eine Randnotiz wert: Die EU hat mal wieder ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russ...

EZB: "What ever it takes." 2.0

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Lagardisch für Anfänger Liebe Freunde des aktiven und fundamentalen Investments. Von Noten- und Zentralbanken ist die interessierte Öffentlichkeit gewohnt, verklausulierte und nebulöse Aussagen zu erhalten, um diese dann zu deuten. Die amtierende EZB-Präsidentin Christine Lagarde versucht sich an einem klareren Kommunikationsstil. Leider ist ihr das gestern zumindest nicht gelungen - so jedenfalls die Reaktion der Märkte. Ich versuche mich daher hier an einer kurzen Übersetzung und Zusammenfassung der gestrigen Meldung von der EZB.  Meine Übersetzung und Interpretation der gestrigen Meldung: "What ever it takes 2.0 kommt."  Frau Lagarde erfüllt meine felsenfeste Erwartung: Sie wird es sich nicht nehmen lassen, ihren italienischen Vorgänger Mario Draghi (what ever it takes) zu übertrumpfen - das gebietet schon die französische Herkunft. Das mittelfristige Inflationsziel wird nun mit 2,0% angegeben. Abweichungen davon seien zwar unerwünscht, doch kann die Rate auch "vorübe...

Container Stau vor Yantian - noch mehr Feuer für die globale Inflation

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Der Hafen von Yantian verbindet Shenzen, das Hinterland von Hongkong mit der Welt Bescheidene 5 der aktuell größten Containerschiffe der Welt (jeweils 400m lang) können dort gleichzeitig abgefertigt werden. Leider war das in den vergangenen Wochen nicht der Fall: Ein erneuter Ausbruch von Corona in der Region Shenzen sowie auch unter dem Hafenpersonal veranlasste die lokalen Behörden zu einem Schließen des derzeit drittgrößten Hafens weltweit (2020 wurden 13,3 Mio. Container umgeschlagen). Im Anschluss kam es nur zu einer eingeschränkten Tätigkeit bis zum 21. Juni 2021. Über mehrere Wochen wurde quasi nur mit halber Kapazität gearbeitet.   Anläufe durch große Reedereien konnten somit nicht planmäßig erfolgen oder mussten sogar bei einigen Liniendiensten ganz ausfallen. In der Spitze sollen sich im Hafengebiet rund 160.000 40 Fuß Container befunden haben, die auf Umladung warteten. Das entspricht rund 300.000 TEUs. Noch immer liegt dort eine Vielzahl von Schiffen und wartet auf...

Die Deutschen und ihr Problem mit den Reichen - es gibt Hoffnung

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Verändert sich die Einstellung zu Reichtum und Luxus in Deutschland?  Ist es nur ein Phänomen, das durch Instagram aufgekommen ist? Überall sieht man die schöne, makellose Welt, in der es sich gut und gerne leben lässt. Angefangen beim Wetter ohne Regenwolken, werden teure Markenwaren präsentiert. Schöne Menschen, die offenbar nur dafür leben, im teuren Konsum zu schwelgen, zeigen Uhren, Kosmetik und Mode. Im Idealfall in Kombination mit teuren Autos, Fluggeräten oder dem Skyline Blick auf Metropolen dieser Welt. Das scheint mir so gar nicht in den deutschen Habitus zu passen - insbesondere scheint diese Form der Luxus Demonstration nicht mit dem typischen, hanseatischen Understatement zu harmonieren. In der Bankausbildung lernte ich früh: "Der älteste graue Mantel ist der wertvollste Mantel."    Ist es nicht in Deutschland (mindestens in Hamburg) verpönt, seinen Reichtum zu zeigen?   Wie denkt die junge Generation der unter 25 Jährigen darüber? Muss Reichtum zwangsl...

Mein Weltbild und "Tina"

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Mein Weltbild ist identisch mit dem der FORMAT Asset Management in Hamburg An dieser Stelle brauche ich sicherlich nicht alle Punkte davon wiederholen. Die vollständige Übersicht findet sich für Interessierte hier . Nachfolgend konzentriere ich mich auf 3 von den 9 Punkten und stelle sie hier vor:  1. Die Zinsen werden noch sehr lange sehr niedrig bleiben.  2. Im Falle eines Inflationsanstiegs werden die Zentralbanken nicht in der Lage sein, diesen einzudämmen.  3. Die Bedeutung Chinas und Asiens für die Weltwirtschaft wird weiter stark zunehmen.  Details zu diesen Punkten möchte ich mir hier ebenfalls ersparen. Wichtig sind die o.g. Kernaussagen.  Jetzt kommt Tina ins Spiel Tina ist die gängige Abkürzung für "There is no alternative". Es gibt also keine Alternative - jedoch wozu eigentlich?  Vor einigen Tagen habe ich meinem 12-jährigen Sohn das Phänomen "Inflation" so erklärt: "Du hast z.B. 100 EUR gespart und kannst damit einkaufen gehen. Inflation bedeu...

Freunde zu Pfingsten mit Börsensprüchen beeindrucken

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"Kaufe nicht, was du brauchst, sondern was nötig ist." (L. Annaeus Seneca) Wer wird bei einem Goldrausch wirklich reich?  Übersetzen wir die wahren Worte des schlauen Seneca in die heutige Zeit, könnten wir als Antwort z.B. auf Silizium kommen. Vor hundert Jahren waren es wohl Spitzhacke, Schaufel und Stacheldraht. Während sich also viele Glücksritter abmühen, um Goldstücke zu finden, bedient der schlaue Händler deren natürlichen Warenbedarf. Das ist der risikoarme und ziemlich sichere Weg zum Reichtum. Apropos Reichtum: Es gibt einen reichen Fundus an Sprüchen über die Börse, Spekulanten, Investoren und Aktionäre. Ein paar davon möchte ich hier heute vorstellen. Sie helfen als Lebensweisheiten evtl. dabei, Fehler zu vermeiden.  Bekanntlich wird nirgends mehr gelogen, als in der Finanzbranche. Mit dem passenden Spruch Eindruck machen, auch wenn kein Fachwissen vorhanden ist. Das wird mit den Zitaten und Sprüchen unten möglich. Parallelen zu Politikern sind rein zufällig....

"Sell in May and go away" ... und dann?

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Weiter heißt es: "But remember to come back in September."  Woher kommt diese alte Börsenweisheit und trifft sie zu?  Meistens reicht ein einfaches Fernbleiben von Käufern ("Käuferstreik") schon aus, um Aktienkurse ins Wanken zu bringen. Wenn normale Aktienumsätze auf wirklich unterdurchschnittliche Nachfrage treffen, fallen die Preise. Das ist normal. In einem normalen Jahr beginnt in vielen Ländern schon nach dem Monat Mai die Zeit der Sommerferien. Damit fallen dann während der Sommermonate bis Ende August immer wieder Käufer aus, die ihren Urlaub genießen. Tatsächlich gibt es Untersuchungen, die diese Saisonalität an der Börse bestätigen und ein Handel auf dieses "Sommerloch" funktionierte im Durchschnitt über viele Jahrzehnte. Doch in den letzten Jahren war dieses Phänomen im Sommer kaum noch zu erkennen. Ich habe keine Antwort, was der Grund dafür sein könnte. Eine Möglichkeit: Der Siegeszug der ETF. Da immer größere Aktienanteile von diesen Instrume...

Vom Wald und der Geldanlage

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Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht... Großartig, dieses Erlebnis mit unserer Tochter: Auf die Frage, wie es ihr im Urlaubsland gefiele, antwortete sie: "Das kann ich noch nicht sagen, es sind ja lauter Bäume davor." Das war wirklich so, schließlich fuhren wir zu der Zeit gerade mit dem Auto auf einer Landstraße in Estland.  Die Kapitalmärkte mit ihren vielen Anlagemöglichkeiten sind für die Mehrheit unserer Mitmenschen ein Wald, geradezu ein undurchdringlicher Wald. Viele Stadtmenschen ziehen es daher vor, ihn aus der Ferne zu betrachten, quasi als "grünen Horizont". Oft werden dann noch Scheinargumente vorgeschoben, weshalb man sich nicht in den Wald begibt: "Da gibt es Mücken oder Zecken, tollwütige Tiere, giftige Pilze und Pflanzen, morastige Wege, giftige Früchte, gefährliche Tiere und umfallende Bäume..." Diese Aufzählung erinnert mich an die vielen Sparer in Deutschland mit ihren Vorbehalten gegenüber Aktienanlagen.  Ja, in einem artenreichen ...