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Die SCHUFA, mein Bankkonto und ich

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und der Finanzbildung,  von unserem Bankgeheimnis mussten wir uns schon vor Jahren verabschieden. Die staatlichen Kontoabfragen erreichen jährlich neue Höchststände. Die Betroffenen erfahren davon nichts. Im Jahr 2019 waren das immerhin 915.257 Fälle.  Von Empörung keine Spur zu erkennen. Kein Aufschrei von "Datenschützern" zu hören. Offenbar dient alles nur dem guten Zweck der "Geldwäschebekämpfung", "Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung" - und sollten diese Keulen nicht wirken, tut es auch die gute, alte "Steuergerechtigkeit".  Ein unbedarfter Steuerzahler dieses Landes könnte hierzu anmerken, dass sich fast alle bedeutenden Staaten (vor allem die WESTLICHEN), die von ihren Bürgern völlige Transparenz einfordern, ihre kleinen Steuerparadiese hegen und pflegen. Ungewünscht sind diese nur, wenn sie sich leider nicht unter dem eigenen Einfluss befinden. Mir fallen z.B. ein: Die Isle of Man der Königin von En

Gute Vermögensverwaltung hat ihren Preis

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und der attraktiven Vermögensverwaltung, ein Irrglaube ist in Deutschland immer noch weit verbreitet: "Anlageberatung und Geldanlage bekomme ich doch quasi "umsonst" in meiner Hausbank". Ähnlich ist das Verhältnis der Deutschen beim Thema Versicherungen. Kurzum: Für Finanzberatung wird in Deutschland nur sehr ungern Geld bezahlt. Dagegen scheint im Allgemeinwissen fest verankert zu sein, dass z.B. Rechtsberatung durch einen Anwalt i.d.R. teuer ist, weshalb sich Rechtsschutzversicherungen steigender Beliebtheit erfreuen. Auch ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Notar darf hohe Rechnungen stellen. Das wird gesellschaftlich und wirtschaftlich akzeptiert. Und wie sieht es in der Finanzbranche aus?  Die Regulierung hat in der Finanzbranche zu hoher Preistransparenz geführt. Banken, Sparkassen und Vermögensverwalter haben der Regulierung vor allem dadurch Rechnung getragen, dass Kosten transparent dargestellt werden. Mein Eindru

China wird wieder das große Reich der Mitte - Alibaba zeigt, wie es geht

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und des Wachstums in China,  heute möchte ich mich kurz fassen und ein paar Höhepunkte vom Shopping Festival "Singles´ Day" vorstellen. Es war ja schon auf fast allen Kanälen zu finden, dass der Online Shop Alibaba in der Spitze 583.000 Bestellungen PRO SEKUNDE angenommen und verarbeitet hat.  Diese Bestellungen wurden von mehr als 800 Mio. Käufern im Netzwerk von Alibaba aufgegeben. Konsumenten hatten die Auswahl aus mehr als 250.000 Marken, davon rund 31.000 aus Übersee und 2.600 Markenhersteller beteiligten sich erstmals an diesem Verkaufsevent. Schon anhand dieser wenigen Daten ist leicht erkennbar, dass Alibaba inzwischen allein in China einen Marktplatz verkörpert, der - gemessen an der Zahl der Konsumenten - weit mehr als doppelt so groß als der EU-Raum ist.  Vom ersten bis zum gestrigen 11. November 2020 wurden auf der Plattform von Alibaba Waren im Gegenwert von rund 74,1 Milliarden USD gehandelt. Der Vorjahreswert wurde somit um

Vorsicht bei Investitionen in ETFs - lieber auf aktive Manager setzen!

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und des aktiven Managements,  in den letzten Jahren konnten ETFs (Exchange Traded Funds) einen großen Siegeszug feiern. ETFs werden heute meistens synonym verwendet für Indexfonds, also Index ETFs. Warum erfreut sich diese Anlageklasse seit Jahren steigender Beliebtheit?  Dafür sprechen m. E. folgende Gründe:  1. Niedrige Kosten innerhalb des Fonds 2. Im Vertrieb bei Endkunden relativ einfach erklärbar  3. Passives Produkt, das (angeblich) wenig Aufmerksamkeit durch den Anleger bedarf Allerdings sollten Anleger - wie immer - auch hier Vorsicht walten lassen. Kauft man über einen ETF einen Index, erwirbt man automatisch auch immer dessen spezifische Volatilität (also die Höhe der Schwankungen dieses Index). Das passiert selbstverständlich ungesichert. Im automatischen Handel, der eben durch den verstärkten Einsatz von ETF sich sozusagen selbst noch weiter beschleunigt, ist das ein nicht zu unterschätzendes Risiko.  Ein (hier fiktives) Beispiel aus d

Trägheit der Anleger vernichtet Milliarden EUR

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Bequemlichkeit kann ganz schön teuer enden  Die Trägheit der Konsumenten, ihre liebgewonnenen Gewohnheiten zu verändern, führt dazu, dass diese trägen Verbraucher für ihre Bequemlichkeit einen hohen Preis zahlen. Das war z.B. auch bei der Deregulierung des Telekommunikationsmarktes der Fall.  Ähnlich sehe ich die Entwicklung im Finanzsektor. Wer zu lange seiner "Hausbank" die Treue hält, zahlt dafür einen hohen Preis. Da sind z.B. die altbekannten "Ausgabeaufschläge" im Fondsbereich, die heute eigentlich niemand mehr zahlen müsste. Außerdem sind im Vergleich zu modernen Direktbanken sind die Transaktionskosten bei den etablierten Banken und Sparkassen i.d.R. viel zu hoch.  Sehr schlimm ist, dass sich die "Sparer" in Deutschland immer noch wie "Sparer" verhalten, obwohl es mit "Sparprodukten" bekanntlich kein Geld mehr zu verdienen gibt. Passend zu diesem völlig unangebrachten Sparverhalten in einer Nullzinswelt ist, dass an alten "

Die ideale Geldanlage für Senioren - FORMAT AM Defensive in der Praxis

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage und des entspannten Lebensstils,  früher hat man sich für das Alter ein Portfolio aus z.B. Bundes- und Industrieanleihen konstruiert, das vielleicht 5 oder 6% Zinsen pro Jahr erwirtschaftet hat. Um die Früchte aus diesem Depot möglichst verteilt über das Jahr ernten zu können, wurden die Zinstermine entsprechend gewählt. Dazu kamen dann noch die Kupons (selbst geschnitten - versteht sich) aus dem Bankschließfach, um den Wohlstand zum Lebensabend auch steuerlich zu optimieren. Waren das schöne Zeiten! Wer heute aus einer Lebensversicherung oder einem Immobilienverkauf 500.000 EUR auf dem Konto bei der Sparkasse oder Bank liegen hat, kann darauf bis zu 0,75% p.a. "Strafzinsen" zahlen. In Worten: Dreitausendsiebenhundertfünfzig. Und dann auch noch das: 400.000 EUR davon unterliegen dem Insolvenzrisiko. Kommt vor, ist wirklich nicht schön! (Bsp. in Deutschland 2001 die SchmidtBank, 2008 Lehman Brothers Bankhaus AG, 2014 Bankhaus Wölbern &

Charles Darwin und die Finanzbranche

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage,  Charles Darwin hat im Rahmen seiner Evolutionsforschung erkannt, dass nicht Größe oder Stärke für das Überleben einer Spezies entscheidend sind, sondern deren Anpassungsfähigkeit. Derjenige, der sich am schnellsten an neue Umgebungen anpassen kann, hat die besten Chancen zu überleben.  Die Nullzinsphase in Europa hat eine neue Ära eingeleitet. Viele Großbanken stehen mit dem Rücken zur Wand und kämpfen um das nackte Überleben. Das ist bei einigen leicht am Aktienkurs der letzten Jahre ablesbar (Deutsche Bank, Commerzbank) und an deren aktueller Marktkapitalisierung. Selbst im Sektor der Sparkassen, Landesbanken sowie der Volks- und Raiffeisenbanken kommt es inzwischen zu Fusionen zwischen "Partnern", die sich noch vor wenigen Jahren niemals freiwillig an einen Tisch gesetzt hätten. Eine der größten darunter die Fusion von DZ und WGZ Bank im Jahr 2016. Wenn sich zwei Große zusammen tun, die beide Probleme haben, entsteht noch langer kein