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Posts mit dem Label "Geldanlage" werden angezeigt.

Cui bono? Cui noceat?

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Liebe Freunde der schlauen Geldanlage,  schon die alten Römer haben sich bei den wichtigsten politischen und strategischen Fragen auf das Wesentliche konzentriert. Sie suchten stets Antworten auf die entscheidenden Fragen: "Wer profitiert?" (Cui bono?) und "Wem schadet es?" (Cui noceat?). Mir blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie mitten in Europa ein Land durch Krieg ruiniert wird. Vor einigen Jahren habe ich selbst Odessa besucht und die Schönheit dieser Stadt am schwarzen Meer genossen. Ich möchte an dieser Stelle keine politische Bewertung vornehmen, sondern nur auf die wirtschaftlichen Folgen abzielen, die dieser fürchterliche Stellvertreterkrieg auslöst.  Auf der Gewinnerseite finden sich m.E. in dieser Reihenfolge: 1. die USA, 2. China und 3. Indien Die USA haben ihr wichtigstes Ziel, "keine Annäherung zwischen Deutschland und Russland" wieder gefestigt. Sie konnten die Inbetriebnahme von Pipeline Nord Stream 2 verhindern. Bald dürften auch die Liefer...

Wohin nur mit dem Bonus?

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So sieht echter Anlagenotstand aus!   Viele Unternehmen haben im vergangenen Jahr trotz widriger Umstände Rekordergebnisse erzielen können. Davon profitieren leitende Angestellte oder Familienunternehmer in besonderer Weise. Plötzlich steht die verdiente Bonuszahlung für das Jahr 2021 auf dem Girokonto. Und nun beginnt der Stress!  Die Anrufe vom Bankberater der Hausbank erfolgen in immer kürzeren Intervallen. Inhaltlich sprühen die Telefonate nur so von Optimismus. Allerdings seien die angebotenen Fondsanteile sehr begehrt und man sollte doch schnell handeln... Dafür wird sogar ein Rabatt auf den Ausgabeaufschlag eingeräumt. Das lässt Skepsis aufkommen. Das Thema Geldanlage stresst!  Fragwürdige Ratschläge Aus dem Freundeskreis kommen die freundlichen Ratschläge, man solle sofort das Konto räumen, um Negativzinsen zu vermeiden. Anschließend könne man das Bargeld in Ruhe in Sicherheit bringen. So wird von einbetonierten Tresoren berichtet, deren Standort nur man selbst un...

Keine Jahresendrally 2021 in Europa

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Aktienmärkte haben ihren Zenit 2021 überschritten Gewinne sichern, Positionen für 2022 überlegen und Portfolien wetterfest machen für anstehende Inflationszahlen: Aktienanleger haben noch viel zu tun im laufenden Jahr. Dabei werden sie keine Zeit finden, die Aktienmärkte noch deutlich über das aktuelle Niveau zu treiben. Warum?  Meine 4 Gründe, warum die Aktienmärkte in Europa 2021 nicht mehr steigen werden 1. Käuferstreik Das Gros der Aktienanleger sitzt auf unerwartet hohen Buchgewinnen. Die Konjunkturdaten waren im Jahresverlauf erfreulich, die Unternehmensgewinne konnten überwiegend spürbar gesteigert werden. Das wurde in teils kräftig steigenden Aktienkursen reflektiert. Damit befinden sich viele Investoren in einer Komfortzone, die es zu verteidigen gilt. Neue Aktienkäufe gehören nicht zu dieser Strategie. Damit würde man unnötige Risiken kurz vor dem Jahresende eingehen und das bisher Erreichte aufs Spiel setzen. Ausbleibende Käufer führen immer zu sinkenden Preisen - an all...

Marginale Neubewertung - häufiger Grund für einen Herzinfarkt

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Valneva sorgt für Furore auf dem Parkett Die Kursentwicklung des französischen Impfstoffherstellers in den letzten Monaten war wirklich nichts für Leute mit schwachen Nerven. Heute gelingt wieder eine positive Überraschung. Die Europäische Union kann bis zu 60 Mio. Dosen des möglichen neuen Impfstoffes kaufen. Die Folge: In diesen Minuten kostet die Aktie mit +24,8% oder 22,16 EUR beinahe so viel wie am 6.9.2021, als mit 22,80 EUR das bisherige Rekordhoch erzielt wurde.  Mit dem anstehenden Geschäft gelingt dem Unternehmen eine teilweise Kompensation des ausgefallenen Geschäfts mit Großbritannien. Ursprünglich wollte man dort sogar 100 Mio. Impfdosen abnehmen, stornierte den Auftrag jedoch wieder. Ich gehe davon aus, dass sich für die Aktionäre von Valneva das Wechselbad der Gefühle noch fortsetzen wird.  Valneva arbeitet im Falle von Covid 19 mit einem sog. Totimpfstoff, also inaktivierten Viren. Das ist das "traditionelle" Verfahren bei Impfungen wie z.B. bei vielen Kinderi...

Respekt für diesen Rücktritt

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Bundesbank Präsident Jens Weidmann gibt sein Amt vorzeitig Ende 2021 auf Tapfer hat er in den vergangenen Jahren seine Positionen für Stabilität und gegen überbordende Verschuldung vertreten. Dabei blieb ihm in der letzten Legislaturperiode jegliche politische Unterstützung aus Berlin verwehrt. Im Gegenteil: Die Kanzlerin wirkte maßgeblich daran mit, Frau Lagarde als EZB Präsidentin zu etablieren. Damit wurde das Gegenstück zu solider Haushaltspolitik in Frankfurt fortgeschrieben. Der anstehende Politikwechsel in Berlin wird die Situation für Herrn Weidmann weiter verschlechtern. Von Finanzkompetenz ist weit und breit unter den Postenschacherern nichts zu finden. Das Trauerspiel der Schuldenorgie wird sicherlich ungebremst fortgesetzt werden.  Die Folgen für die EU-Bürger und den EURO Sollte zukünftig die bisherige Geldpolitik der EZB auch noch Unterstützung aus Deutschland erhalten, wird der EURO weiter an Vertrauen und Wert verlieren. Die Einführung sogenannter Eurobonds würde zu...

Politische Börsen haben kurze Beine

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Der Wahlkampf für den Bundestag geht die Schlussphase Rente? Wirtschaft? Verteidigung? Ich höre immer nur "Klima". In meinen Augen bewegte sich der aktuell noch laufende Wahlkampf bisher weit über die Köpfe der Wählerschaft hinweg. Die Parteien scheinen sich darin übertreffen zu wollen, auf Kosten der Steuerzahler das Weltklima zu retten. Doch wer soll das bezahlen, wenn sich doch soeben die sog. "Baby-Boomer" aufmachen, ihre sehr gut bezahlten Jobs zu verlassen, um vorzeitig in Rente zu gehen?  Das Umlagesystem der deutschen Rentenkasse ist gescheitert. Dafür gibt es in diesem Land viel zu wenig Nachwuchs. Ungeplante Migration ist hier nicht hilfreich. Im Gegenteil: Die Belastung für die Sozialkassen nimmt noch weiter zu. Warnungen von Experten wurden in den letzten 30 Jahren konsequent seitens der Politiker ignoriert.  Die ehemaligen "Volksparteien" haben sich in der aktuellen Koalition zerrieben. Jeder hat seinen Markenkern längst verloren, um im Revier...

Container Stau vor Yantian - noch mehr Feuer für die globale Inflation

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Der Hafen von Yantian verbindet Shenzen, das Hinterland von Hongkong mit der Welt Bescheidene 5 der aktuell größten Containerschiffe der Welt (jeweils 400m lang) können dort gleichzeitig abgefertigt werden. Leider war das in den vergangenen Wochen nicht der Fall: Ein erneuter Ausbruch von Corona in der Region Shenzen sowie auch unter dem Hafenpersonal veranlasste die lokalen Behörden zu einem Schließen des derzeit drittgrößten Hafens weltweit (2020 wurden 13,3 Mio. Container umgeschlagen). Im Anschluss kam es nur zu einer eingeschränkten Tätigkeit bis zum 21. Juni 2021. Über mehrere Wochen wurde quasi nur mit halber Kapazität gearbeitet.   Anläufe durch große Reedereien konnten somit nicht planmäßig erfolgen oder mussten sogar bei einigen Liniendiensten ganz ausfallen. In der Spitze sollen sich im Hafengebiet rund 160.000 40 Fuß Container befunden haben, die auf Umladung warteten. Das entspricht rund 300.000 TEUs. Noch immer liegt dort eine Vielzahl von Schiffen und wartet auf...

Die Deutschen und ihr Problem mit den Reichen - es gibt Hoffnung

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Verändert sich die Einstellung zu Reichtum und Luxus in Deutschland?  Ist es nur ein Phänomen, das durch Instagram aufgekommen ist? Überall sieht man die schöne, makellose Welt, in der es sich gut und gerne leben lässt. Angefangen beim Wetter ohne Regenwolken, werden teure Markenwaren präsentiert. Schöne Menschen, die offenbar nur dafür leben, im teuren Konsum zu schwelgen, zeigen Uhren, Kosmetik und Mode. Im Idealfall in Kombination mit teuren Autos, Fluggeräten oder dem Skyline Blick auf Metropolen dieser Welt. Das scheint mir so gar nicht in den deutschen Habitus zu passen - insbesondere scheint diese Form der Luxus Demonstration nicht mit dem typischen, hanseatischen Understatement zu harmonieren. In der Bankausbildung lernte ich früh: "Der älteste graue Mantel ist der wertvollste Mantel."    Ist es nicht in Deutschland (mindestens in Hamburg) verpönt, seinen Reichtum zu zeigen?   Wie denkt die junge Generation der unter 25 Jährigen darüber? Muss Reichtum zwangsl...

Die "German Angst" - jetzt geht es um die Wirtschaft

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Sind die Deutschen ein Volk von Angsthasen?  Immerhin ist es schon bemerkenswert, dass ausgerechnet der Begriff "Angst" seinen Weg in die englische Sprache gefunden hat. In Kombination mit "German" wird daraus dann die "German Angst", die uns bisweilen vorgeworfen wird. Wir sind also ein Haufen von Schwerenötern, die sich über alles und jedes Sorgen machen. Stimmt das?  Seit Jahren führt die R+V Versicherung Untersuchungen zu den Ängsten der Deutschen durch. Rund 2.400 Menschen werden dazu jährlich befragt. Die Ergebnisse dieser Studien finde ich bemerkenswert - insbesondere wie die Antworten teilweise zu den Ängsten von denen der jeweiligen Pressesituation divergieren. Erinnern wir uns an die Nachrichten der letzten Monate, war die Corona Pandemie das bestimmende Thema. Dennoch fürchteten sich im Herbst letzten Jahres weniger Bürger vor einer schweren Erkrankung. Mit 32% lag ihr Anteil noch unter dem Vorjahreswert von 35%. Bestimmender war noch die Weltpo...

Mein Weltbild und "Tina"

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Mein Weltbild ist identisch mit dem der FORMAT Asset Management in Hamburg An dieser Stelle brauche ich sicherlich nicht alle Punkte davon wiederholen. Die vollständige Übersicht findet sich für Interessierte hier . Nachfolgend konzentriere ich mich auf 3 von den 9 Punkten und stelle sie hier vor:  1. Die Zinsen werden noch sehr lange sehr niedrig bleiben.  2. Im Falle eines Inflationsanstiegs werden die Zentralbanken nicht in der Lage sein, diesen einzudämmen.  3. Die Bedeutung Chinas und Asiens für die Weltwirtschaft wird weiter stark zunehmen.  Details zu diesen Punkten möchte ich mir hier ebenfalls ersparen. Wichtig sind die o.g. Kernaussagen.  Jetzt kommt Tina ins Spiel Tina ist die gängige Abkürzung für "There is no alternative". Es gibt also keine Alternative - jedoch wozu eigentlich?  Vor einigen Tagen habe ich meinem 12-jährigen Sohn das Phänomen "Inflation" so erklärt: "Du hast z.B. 100 EUR gespart und kannst damit einkaufen gehen. Inflation bedeu...

Vom Wald und der Geldanlage

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Ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht... Großartig, dieses Erlebnis mit unserer Tochter: Auf die Frage, wie es ihr im Urlaubsland gefiele, antwortete sie: "Das kann ich noch nicht sagen, es sind ja lauter Bäume davor." Das war wirklich so, schließlich fuhren wir zu der Zeit gerade mit dem Auto auf einer Landstraße in Estland.  Die Kapitalmärkte mit ihren vielen Anlagemöglichkeiten sind für die Mehrheit unserer Mitmenschen ein Wald, geradezu ein undurchdringlicher Wald. Viele Stadtmenschen ziehen es daher vor, ihn aus der Ferne zu betrachten, quasi als "grünen Horizont". Oft werden dann noch Scheinargumente vorgeschoben, weshalb man sich nicht in den Wald begibt: "Da gibt es Mücken oder Zecken, tollwütige Tiere, giftige Pilze und Pflanzen, morastige Wege, giftige Früchte, gefährliche Tiere und umfallende Bäume..." Diese Aufzählung erinnert mich an die vielen Sparer in Deutschland mit ihren Vorbehalten gegenüber Aktienanlagen.  Ja, in einem artenreichen ...

Der Small Cap Effekt - langfristig höhere Renditen mit kleineren Unternehmen

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Warum es schlau ist, langfristig auf kleinere Unternehmen zu setzen Anleger unterliegen vielen psychologischen Fallen. Eine davon ist z.B., auf bekannte Unternehmen oder deren Marken zu setzen. Einer bekannten Marke wird viel Vertrauen entgegen gebracht. Was jedoch für ein Produkt gelten kann, muss noch lange nicht am Kapitalmarkt wirken. Aktionäre, die in den vergangenen 10 Jahren auf die starken Markennamen Deutsche Bank, Commerzbank, Deutsche Telekom, RWE oder E.ON (vormals Veba) gesetzt haben, können berichten, dass das keine gute Idee war.  Anlageergebnisse messen wir - wenn die breite Öffentlichkeit überhaupt davon Notiz nimmt - gern anhand der Entwicklung des DAX 30. Dieser Aktienindex bildet die Kursentwicklung der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in Deutschland ab. Diese Unternehmen stehen z.B. für eine große Bekanntheit ihrer Marken, eine hohe Mitarbeiterzahl und i.d.R. einen hohen Börsenwert. Aber diese 30 Unternehmen sind doch nicht umfassend repräsentativ für einen ...